Informationen zum Beginn und zur Organisation des Unterrichts im Schuljahr 2020/2021

Liebe Schülerinnen und Schüler, sehr geehrte Eltern,

 

der Unterrichtsbeginn in diesem Schuljahr rückt näher und wir möchten Euch bzw. Sie bereits jetzt über ein paar Aspekte informieren.

Unsere Überlegungen zur Unterrichtsorganisation basieren neben den allgemeinen Vorgaben durch das Schulgesetz NRW (SchulG) und den Ausbildungs- und Prüfungsordnungen für die Schulstufen in diesem Jahr vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie auch auf dem am 03.08.2020 vom Ministerium für Bildung und Schule (MSB) NRW erlassenen Konzept zur „Wiederaufnahme eines angepassten Schulbetriebs in Corona-Zeiten zu Beginn des Schuljahres 2020/2021“.

Vor dem Hintergrund der geltenden Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) und der entsprechenden Hygienevorgaben soll der Schul- und Unterrichtsbetrieb auch an unserer Schule möglichst vollständig im Präsenzunterricht stattfinden.

Dabei gibt es einige zentrale und von unserer Schule nicht veränderbare Vorgaben. Die wichtigste Vorgabe ist, dass alle Personen unserer Schulgemeinde während ihres Aufenthalts auf dem Schulgelände grundsätzlich eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen haben. Schülerinnen und Schüler erhalten ihren Unterricht wie sonst auch sowohl im Klassen- als auch im Kurssystem. Auch die Teilnahme an der Betreuung ist für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 möglich. Die Nutzung der Schulmensa und das Inanspruchnehmen eines Abos beim Mensaverein ist möglich. Außerdem ist der Schulkiosk ab Donnerstag, 13.08.2020, geöffnet. Für die Betreuung, die Mensa und den Schulkiosk gelten zum Teil besondere Vorgaben.

Schülerinnen und Schüler erhalten jeweils einen festen Sitzplatz, der von der Lehrkraft dokumentiert wird. Diese Dokumentation wird für die Dauer von vier Wochen archiviert, um im Bedarfsfall Infektionsketten nachvollziehen zu können. Die Pflicht zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung wird streng kontrolliert. Ein nach einer ersten Ermahnung wiederholtes Missachten der Vorschrift an einem Tag kann zum vorübergehenden Ausschluss vom Unterricht führen.

Für die Verpflichtung zum Tragen der Mund-Nase-Bedeckung gibt es Ausnahmen. So dürfen Lehrerinnen und Lehrer im Unterricht auf die Bedeckung verzichten, wenn sie den Mindestabstand von 1,5m einhalten. Die Schule kann zudem vom Tragen zeitweise oder für bestimmte Unterrichtseinheiten bzw. in Prüfungssituationen absehen, wenn das Tragen der Bedeckung mit pädagogischen Erfordernissen und Zielsetzungen der Unterrichtserteilung und der sonstigen schulischen Arbeit nicht vereinbar ist. Selbstverständlich gilt dies auch für das Essen und Trinken in den Pausen – allerdings ist dabei auf den Mindestabstand zu achten! Für das Trinken angesichts der zur Zeit hohen Temperaturen werden gut umsetzbare Regelungen getroffen.

Die Vorgaben zum Tragen der Mund-Nase-Bedeckung sind vorerst befristet bis zum 31.08.2020. Ihr, liebe Schülerinnen und Schüler, sowie Sie, liebe Eltern, sind dafür verantwortlich, dass Mund-Nase-Bedeckungen für den Schulbesuch zur Verfügung stehen. Informationen zu Mund-Nase-Bedeckungen sind zu finden unter https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/verhaltensregeln/mund-nasenbedeckungen.html?L=0#c12767) (09.08.2020).

Wir bitten darum, dass im Vorfeld des Schulbesuchs noch einmal die wichtigen Hygieneregeln ins Bewusstsein gerückt werden. Dazu gehören neben der Mund-Nasen-Bedeckung bei Unterschreitung des Mindestabstands zu Mitmenschen aus anderen Haushalten das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette auch das regelmäßige Händewaschen. Unsere Unterrichtsräume verfügen über Waschbecken sowie Spender für Flüssigseife und Papiertücher. Bis auf Weiteres stehen für den Toilettengang die Räumlichkeiten innerhalb der Schulgebäude zur Verfügung.

Zu Beginn eines Unterrichtstags können Schülerinnen und Schüler bereits ab 7.15 Uhr das Schulgebäude betreten und müssen direkt in ihren Klassenraum zu ihrem Arbeitsplatz gehen. Unsere Fünftklässler werden in der ersten Zeit von ihren Fachlehrerinnen und Fachlehrern an vorgegebenen Punkten auf dem großen Schulhof abgeholt. Für Schülerinnen und Schüler, die ihren Unterricht mit Naturwissenschaften, Kunst oder Musik beginnen, gilt, dass sie erst um 7.35 Uhr das Gebäude betreten und sich zu ihrem Unterrichtsraum begeben. In den großen Pausen verlassen grundsätzlich alle Schülerinnen und Schüler das Schulgebäude und halten sich auf den Schulhöfen auf. Oberstufenschülerinnen und -schüler müssen sich in Freistunden außerhalb des Gebäudes aufhalten.

Hier noch wichtige Hinweise, falls Schülerinnen und Schüler Corona relevante Vorerkrankungen haben:

„Grundsätzlich gilt für alle Schülerinnen und Schüler eine Verpflichtung zur Teilnahme am Präsenzunterricht und es gelten die allgemeinen Bestimmungen zur Schul- und Teilnahmepflicht. Für Schülerinnen und Schüler mit relevanten Vorerkrankungen finden die Bestimmungen über Erkrankungen (§ 43 Absatz 2 SchulG) mit folgender Maßgabe Anwendung: Die Eltern entscheiden, ob für ihr Kind eine gesundheitliche Gefährdung durch den Schulbesuch entstehen könnte. Die Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt wird empfohlen. In diesem Fall benachrichtigen die Eltern unverzüglich die Schule und teilen dies schriftlich mit. Entsprechende Pflichten gelten für volljährige Schülerinnen und Schüler.

Die Eltern bzw. die betroffenen volljährigen Schülerinnen und Schüler müssen zum einen darlegen, dass für die Schülerin oder den Schüler wegen einer Vorerkrankung eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen schweren Krankheitsverlauf im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Bei begründeten Zweifeln kann die Schule ein ärztliches Attest verlangen und in besonderen Fällen ein amtsärztliches Gutachten einholen. Besucht die Schülerin oder der Schüler die Schule voraussichtlich oder tatsächlich länger als sechs Wochen nicht, soll die Schule ein ärztliches Attest verlangen und in besonderen Fällen ein amtsärztliches Gutachten einholen. Für die Schülerin oder den Schüler entfällt lediglich die Verpflichtung zur Teilnahme am Präsenzunterricht. Sie oder er ist weiterhin dazu verpflichtet, daran mitzuarbeiten, dass die Aufgabe der Schule erfüllt und das Bildungsziel erreicht werden kann. Hierzu gehört auch der Distanzunterricht. Die Verpflichtung zur Teilnahme an Prüfungen bleibt bestehen.“

Außerdem gibt es zum Schutz vorerkrankter Angehöriger, die mit unseren Schülerinnen und Schülern in häuslicher Gemeinschaft leben, folgende Hinweise:

„Sofern eine Schülerin oder ein Schüler mit einem Angehörigen – insbesondere Eltern, Großeltern oder Geschwister – in häuslicher Gemeinschaft lebt und bei diesem Angehörigen eine relevante Erkrankung, bei der eine Infektion mit SARS-Cov-2 ein besonders hohes gesundheitliches Risiko darstellt, besteht, sind vorrangig Maßnahmen der Infektionsprävention innerhalb der häuslichen Gemeinschaft zum Schutz dieser Angehörigen zu treffen.

Die Nichtteilnahme von Schülerinnen und Schülern am Präsenzunterricht kann zum Schutz ihrer Angehörigen nur in eng begrenzten Ausnahmefällen und nur vorübergehend in Betracht kommen. Dies setzt voraus, dass ein ärztliches Attest des betreffenden Angehörigen vorgelegt wird, aus dem sich die Corona-relevante Vorerkrankung ergibt.

Eine Entbindung von der Teilnahme am Präsenzunterricht kommt vor allem dann in Betracht, wenn sich die oder der Angehörige aufgrund des individuellen Verlaufs ihrer oder seiner Vorerkrankung vorübergehend in einem Zustand erhöhter Vulnerabilität befindet. Die Verpflichtung der Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme am Distanzunterricht und zur Teilnahme an Prüfungen bleibt bestehen.“

Sollten bei Testungen oder auf anderem Wege Infektionsfälle mit dem Corona-Virus festgestellt werden, wird das zuständige Gesundheitsamt des Kreises Unna von der Schulleitung informiert und entscheidet über weitere Maßnahmen. Beispielsweise kommt eine Testung von Kontaktpersonen in Betracht, um lokale Cluster und Infektionsketten zu identifizieren und möglichst frühzeitig zu unterbrechen. Je nach Infektionsgeschehen und regionaler Gegebenheit werden Schulen wie das Städtische Gymnasium Kamen aber auch umfassend oder gar vollständig getestet und wenn nötig auch kurzfristig vorübergehend geschlossen, um das Infektionsgeschehen gesichert abklären und eindämmen zu können.

Ihnen, liebe Eltern, kommt vor dem Hintergrund der Pandemie eine besondere Aufgabe zu, die Sie gemeinsam mit uns zu erledigen haben: eine möglichst verantwortungsvolle Einschätzung des Gesundheitszustands Ihrer Kinder. Dazu geben wir folgende Hinweise:

„Schülerinnen und Schüler, die im Schulalltag COVID-19-Symptome (wie insbesondere Fieber, trockener Husten, Verlust des Geschmacks-/Geruchssinn) aufweisen, sind ansteckungsverdächtig. Sie sind daher zum Schutz der Anwesenden gemäß § 54 Absatz 3 SchulG – bei Minderjährigen nach Rücksprache mit den Eltern – unmittelbar und unverzüglich von der Schulleitung nach Hause zu schicken oder von den Eltern abzuholen. Bis zum Verlassen der Schule sind sie getrennt unterzubringen und angemessen zu beaufsichtigen. Die Schulleitung nimmt mit dem Gesundheitsamt Kontakt auf. Dieses entscheidet über das weitere Vorgehen. […]

Auch Schnupfen kann nach Aussage des Robert-Koch-Instituts zu den Symptomen einer COVID-19-Infektion gehören. Angesichts der Häufigkeit eines einfachen Schnupfens soll die Schule den Eltern unter Bezugnahme auf § 43 Absatz 2 Satz 1 SchulG empfehlen, dass eine Schülerin oder ein Schüler mit dieser Symptomatik ohne weitere Krankheitsanzeichen oder Beeinträchtigung ihres Wohlbefindens zunächst für 24 Stunden zu Hause beobachtet werden soll. Wenn keine weiteren Symptome auftreten, nimmt die Schülerin oder der Schüler wieder am Unterricht teil. Kommen jedoch weitere Symptome wie Husten, Fieber etc. hinzu, ist eine diagnostische Abklärung zu veranlassen.“

Sollte Ihr Kind Vorerkrankungen wie z. B. Allergien haben, suchen Sie bitte das Gespräch mit uns, sodass wir eine gemeinsame Einschätzung der Situation treffen können.

Sollten Schülerinnen und Schüler eine Anweisung zum Einhalten von Quarantänemaßnahmen erhalten, gelten folgende Bestimmungen:

„Die Anwesenheit in der Schule, also die Teilnahme am Präsenzunterricht und an sonstigen  Schulveranstaltungen, ist für die Dauer einer Quarantäne ausgeschlossen; dabei ist von 14 Tagen auszugehen. Die zu einer Quarantäne verpflichteten Schülerinnen und Schüler erhalten Distanzunterricht. Sie sind auch weiterhin verpflichtet, sich auf diesen Unterricht vorzubereiten, sich aktiv daran zu beteiligen, die erforderlichen Arbeiten anzufertigen und die Hausaufgaben zu erledigen.“

Bei einer Einreise aus einem Risikogebiet ist die Coronaeinreiseverordnung des Ministeriums  für Arbeit, Gesundheit und Soziales zu beachten, aus der sich besondere Verpflichtungen für Schülerinnen und Schüler sowie alle an Schulen tätigen Personen ergeben können. Weiterführende Informationen sind auf dessen Sonderseite abrufbar unter: https://www.mags.nrw/coronavirus (09.08.2020). Die Einstufung als Risikogebiet wird durch  das Robert-Koch-Institut fortgeschrieben und veröffentlicht: www.rki.de/covid-19-risikogebiete (09.08.2020). Das Ministerium empfiehlt außerdem die Verwendung der Corona-Warn-App.

Sollten es zu einer erneuten Lock-Down-Situation kommen, wird der Unterricht als Distanzunterricht durchgeführt, der dann idealer Weise digital gestützt durchgeführt wird. Alle Schülerinnen und Schüler sowie alle Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule verfügen über die Möglichkeit, das Softwarepaket Microsoft Office365 nutzen zu können. Falls es zu einer solchen Änderung in der Erteilung von Unterricht kommt, werden Sie, liebe Eltern, und Ihr, liebe Schülerinnen und Schüler, darüber in Kenntnis gesetzt.

Unsere Schülerinnen und Schüler erfüllen in einem solchen Fall durch die Teilnahme am Distanzunterricht ihre Schulpflicht. Die Leistungsbewertung erstreckt sich dann auch auf die im Distanzunterricht vermittelten Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Klassenarbeiten sollen allerdings in der Regel im Präsenzunterricht stattfinden, wobei auch geeignete Formen der Leistungsbeurteilung möglich sind.

Alle Unterrichtsräume werden konsequent und regelmäßig belüftet. Der Sportunterricht soll bis zu den Herbstferien im Freien durchgeführt werden. Bei niedrigeren Temperaturen sollte daher nicht nur an diesen Tagen unbedingt auf eine angemessene Kleidung geachtet werden. Der Schwimmunterricht beginnt in Kamen nach erst am 31.08.2020. Ersatzweise wird dann Sportunterricht erteilt.

Außerdem gibt es noch in einigen Fächern aufgrund ihrer Unterrichtsinhalte einige Einschränkungen. So können im Fach Sport nicht alle vorgesehenen Unterrichtsinhalte durchgeführt werden. Für die Nutzung von PC-Tastaturen und Instrumenten gilt eine Handschuhpflicht (Baumwoll- oder Einfachhandschuhe). Die Handschuhe (aus Stoff oder Wegwerfhandschuhe) sind, ebenso wie die Mund-Nassen-Bedeckung, von den Schülerinnen und Schülern mitzubringen.

Wir freuen uns insbesondere auf unsere „Fünftklässler“, die wir hoffentlich am Mittwoch, 12.08.2020, erstmals an unserer Schule begrüßen dürfen. Frau Aschendorf hat die Eltern der Schülerinnen und Schüler bereits über die Durchführungsmodalitäten informiert. Bitte beachten Sie, dass der Zugang zur Aula über den Seiteneingang auf der Seite zur Nordenmauer erfolgt. Sie verlassen die Aula durch den Ausgang auf den großen Schulhof (Hinweisschilder werden Ihnen Orientierung geben).

Die Sitzungen der schulischen Mitwirkungsgremien können wie vorgeschrieben unter Beachtung der Hygienevorgaben stattfinden. Die Teilnehmer und deren Sitzplätze werden dokumentiert.

Es versteht sich von selbst, dass die hier aufgeführten Regelungen den aktuellen Entwicklungen und Vorschriften angepasst werden. Bitte beachten Sie bzw. beachtet entsprechende Informationen.

Abschließend wünsche ich Ihnen und Ihren Kindern einen guten Start ins Schuljahr 2020/2021 und vor allem Gesundheit! Wir freuen uns auf euch!

 

Mit freundlichen Grüßen

Lars Wollny

Ständiger Vertreter der Schulleitung

10.08.2020