12.12.2018

Russisch-Olympiade 2018 Bonn

Wie in der Vergangenheit nahm auch in diesem Jahr wieder eine Gruppe von Schülern/Innen unseres Gymnasiums, begleitet von zwei Russischlehrerinnen an der alljährlich vom Verband der Russisch-lehrer NRW veranstalteten Russisch - Olympiade teil. Zur Austragung der diesjährigen Jubiläumsver-anstaltung am 14. 11. 2018 hatten das Generalkonsulat der Russischen Föderation in Bonn und die auf dem dortigen Botschaftsgelände befindliche russische Schule in ihre Räumlichkeiten eingeladen.  So konnten die teilnehmenden Schüler/Innen Henrik Fedrau, Lukas Willingmann (beide Jahrgangs-stufe Q1) sowie Nicole Dalinger und  Jessica Weidner (Jahrgangsstufe Q2) sich nicht nur mit anderen Russischlernenden in ihren Sprachfertigkeiten messen, sondern zugleich ein Stück authentisches Russland und die sprichwörtliche russische Gastfreundschaft kennenlernen und mit vielfältigen Eindrücken von einer fröhlichen, bunten und perfekt organisierten Veranstaltung nach Kamen zurückkehren.  Besonders freute sich Lukas Willingmann, der in seiner Wettbewerbsgruppe einen hervorragenden zweiten Platz belegte.

Hier der Bericht von Lukas über seine Eindrücke:                                                                                    
„Auch in diesem Jahr fand wieder eine Russisch-Landesolympiade NRW statt. Das Besondere diesmal war, dass sie zum 40. Jubiläum im Generalkonsulat der russischen Föderation in Bonn stattfand. Als ich mich am Mittwochmorgen auf den Weg zum Bahnhof machte, war ich bereits sehr aufgeregt. Die Vorstellung an einem russischen Sprachwettbewerb teilzunehmen und das als Deutscher ohne irgendwelche Vorkenntnisse der russischen Sprache, abgesehen vom Unterricht, bereitete mir Sorge. Das Wichtigste jedoch war es für mich, einen außergewöhnlichen Tag zu erleben. Wir, zwei Lehrer und vier Schüler, fuhren mit dem Zug zum Bahnhof Bonn Bad - Godesberg. Dort wartete bereits ein Bus des Konsulats auf uns, der uns dorthin fuhr. Dort wurden wir direkt auf russisch begrüßt und wurden über das Gelände geführt. Zuerst war es sehr gewöhnungsbedürftig, dass fast alle vom Personal des Konsulates ausschließlich russisch sprachen. Zuerst konnte ich sie nur schwer verstehen, aber es wurde mit der Zeit immer besser. Als wir im Hauptsaal des General-konsulates, einem prunkvollen Saal ganz im Stil der Sowjetunion, angekommen waren, gab es zuerst ein paar einleitende Worte des Generalkonsuls der Russischen Föderation, von Vertretern des Ministeriums NRW, vom Bonner Bürgermeister und dem Vorsitzenden des Russischlehrerverbandes. Danach frühstückten wir. Es wurde ein typisch russisches Frühstück serviert. Anschließend wurden die Darbietungen der anderen Schulen zum Kreativwettbewerb, bei dem man russische Literatur und Musik kreativ darstellen sollte, aufgeführt. Nun wurde es ernst. Wir, die Schüler der jeweiligen Sprachniveaustufen, wurden in Gruppen zu unseren Prüfungen geführt. Ich war als letzter dran und wurde langsam etwas nervös. Von „super gut“ bis „super schlecht“, jeder Schüler vor mir hatte andere Erfahrungen gemacht. Nach ca. 40 Minuten war ich endlich an der Reihe. Ich ging in den Raum, in dem zwei Prüferinnen auf mich warteten. Ich zog eine Karte und es ging los. Mein Thema, über das ich reden sollte, waren meine Hobbys. Zuerst war ich wie erstarrt und mir fehlten die Worte, bis ich entschied, einfach „irgendwas“ zu sagen. Ob richtig oder falsch, nahm ich nicht mehr wahr. Das Einzige, was zählte, war der Spaß, und den hatte ich. Am Ende verabschiedete ich mich von meinen Prüfern und ging. Bei der späteren Preisverleihung war ich nicht angespannt. Ich hatte schon damit abgeschlossen, dass ich wahrscheinlich keinen Preis gewinnen würde. Da wurde plötzlich mein Name aufgerufen. Ich konnte es gar nicht glauben. Völlig fassungslos holte ich mir den zweiten Platz ab. Wir schossen ein paar Fotos, zogen uns an und bereiteten uns auf den Heimweg vor. Alles in allem  -  es war ein toller und sehr erfahrungsreicher Tag“.