14.06.2019

„Energievision 2050“ zeigt Möglichkeiten von nachhaltigem Leben auf

Vor dem Hintergrund der Fridays for Future-Bewegung haben Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasium Kamen in einer Aktion auf dem Schulhof bereits gezeigt, dass ihnen der Zustand unseres Planeten alles andere als egal ist. In diesem Zusammenhang konnte nunmehr mit engagierten Schülerinnen und Schülern und der Fachschaft Geographie mit der gemeinnützigen Organisation „Die Multivision“ eine Veranstaltung zum Thema Nachhaltigkeit geplant werden.

Die bundesweit tätige Organisation machte am Donnerstag, 13. Juni 2019, in Kamen Station und führte Workshops mit dem Titel „Energievision 2050“ mit allen Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I durch. Die inhaltliche Vorbereitung der Veranstaltung wurde von der Fachschaft Geographie koordiniert und erfolgte im Erdkundeunterricht sowie in Physik- und Politikstunden.

Nach einer Anmoderation durch den städtischen Klimaschutz-Beauftragten Tim Scharschuch und die Multivision-Mitarbeiter Max Menkenhagen und Björn Wiele sahen die Schülerinnen und Schüler einen 20-minütigen Dokumentarfilm zum Thema Energievison 2050, in der Experten die Klimaproblematik von verschiedenen Seiten aus darstellten.

Klimaforscher Dirk Notz vom Max-Planck-Institut Hamburg erläuterte anschaulich, wie viel Quadratmeter Packeis jeder Deutsche im Jahr mit seinem CO2-Verbrauch zum Schmelzen bringt: mehr als 33 m2! Im Anschluss daran verdeutlichte Frank Dittmann vom Deutschen Museum München den enormen Energiebedarf des Menschen. Fabian Nolde, seines Zeichens Entwicklungshelfer bei der Organisation Help, erklärte die direkten Auswirkungen des Klimawandels auf das Leben der Menschen in der Sahelzone Afrikas. Der Futurologe Ludwig Engel aus Berlin forderte auf, aktiv zu werden und viele verschiedene Energiequellen auszuprobieren.

Wie viel Schülerinnen und Schüler leisten können, zeigten auf beeindruckende Weise Jugend forscht-Siegerin Bengü Sahin und Chemiker Abdül Fehin, die an Energiespeichern der Zukunft forschen. Einen praktischen Ansatz verfolgt Randi Sandmann, die sich in der Organisation Plant for the Planet für das Pflanzen von Bäumen einsetzt.

Daran anschließend diskutierten die Moderatoren mit den Schülerinnen und Schülern, was Kamener Bürgerinnen und Bürger selbst zur Lösung der Klimaproblematik betragen können. Dabei kamen viele gute Ideen heraus, wie z. B. mehr mit dem Fahrrad als mit dem Auto zu fahren oder unnötigen Energieverbrauch wie z. B. das Heizen von Klassenräumen im Sommer zu unterlassen.

Dankbarer Weise wurden die Workshops durch die GSW Gemeinschaftsstadtwerke GmbH Kamen-Bergkamen-Bönen, die Sparkasse UnnaKamen und den Förderverein des Städtischen Gymnasiums Kamen finanziell unterstützt.

Wir danken allen Beteiligten für tolle Workshops!