Erfahrungsbericht Frankreichaustausch 2017/2018

Eine Schülerin und ein Schüler berichten von ihren Erfahrungen beim Frankreichaustausch

Bericht1: Carla S. aus der 7e


Mittwoch, 11. Oktober 2017
Am Mittwoch machten wir uns auf den Weg nach Montreuil-Juigné in Frankreich. Wir versammelten uns um 6:45 Uhr auf dem Schulhof des Kamener Gymnasiums, wo der Bus schon auf uns wartete. Alle waren total aufgeregt. Bevor wir losfuhren, verabschiedeten wir uns von unseren Eltern −  schließlich würden wir acht Tage in Frankreich sein.
Wir hatten eine zwölfstündige Fahrt vor uns und alle redeten durcheinander. Die ersten Stunden vergingen wie im Flug und es wurde schnell ruhiger. Wir machten viele Pausen und die Stimmung war gut. In Paris konnten wir sogar den Eiffelturm sehen und alle machten Fotos.
Plötzlich waren es nur noch zehn Minuten bis nach Montreuil-Juigné. Wir konnten es kaum erwarten, unsere Austauschpartner kennenzulernen und schauten gebannt aus dem Fenster. Dann hielt der Bus am „Collège Jean Zay“ und wir stiegen aus. Eine riesige Gruppe von Austauschschülern und deren Eltern erwartete uns. Wir wurden unseren Austauschpartnern zugeteilt und fuhren zu ihnen nach Hause. Dort bezogen wir unser Zimmer und aßen zu Abend.


Donnerstag, 12. Oktober 2017
Am nächsten Tag gingen wir mit unseren Austauschpartnern zum Collège. Dort wurden wir von der Direktorin empfangen und es gab eine Führung durch die Schule. Das Collège ist komplett anders als bei uns. Das Treppenhaus und die Gänge sind sehr eng, die Klassenräume sind abgedunkelt und es war stickig. Wir durften uns auch den Unterricht angucken, was sehr interessant war. Es war die ganze Zeit ungewöhnlich ruhig, keiner hat geredet. Die Schüler haben sich sehr für uns interessiert und haben uns viele Fragen gestellt. Auch die französischen Lehrer waren sehr freundlich und hilfsbereit.
Nachdem wir uns den Unterricht angeschaut hatten, gingen wir zum Rathaus und wurden vom Bürgermeister empfangen.  Zurück am Collége gab es Mittagessen in der Mensa, die sehr groß und geräumig ist. Während des Essens unterhielten wir uns mit unseren Austauschpartnern und deren Freunden.
Nach dem Mittagessen fuhren wir mit dem Bus nach Angers. Dort wurden wir durch die Stadt geführt und sahen uns das „Château d’Angers“, die Loire und die Altstadt an. Dann hatten wir Freizeit in der Innenstadt und konnten in die Fußgängerzone. Um 16:45 Uhr waren wir wieder am Collège und gingen mit unseren Austauschpartnern nach Hause.

Freitag, 13. Oktober 2017
Am Freitag machten wir zusammen mit den Franzosen einen Ausflug ins „Futuroscope“. Wir trafen uns auf dem Schulhof und fuhren dann mit dem Bus nach Poitiers. In Poitiers angekommen, sahen wir den Freizeitpark schon von Weitem. Wir bildeten deutsch-französische Gruppen, in denen wir durch den Park gingen. Das Futuroscope ist ein Freizeitpark, der die Medien der Zukunft zum Thema macht. Es gibt dort viele Fahrgeschäfte, die wie ein 4D-Kino aufgebaut sind und sich erstaunlich echt anfühlten. Außerdem gab es eine Liegewiese mit großen Sitzkissen, weitere Fahrgeschäfte und einen kleinen „See“.
Das Mittagessen hatten wir von unseren Gasteltern mitbekommen, was überhaupt kein Problem war, da diese sich vorher erkundigt hatten, was wir essen wollten. Der Tag im Futuroscope hat sehr viel Spaß gemacht, da man alle viel besser kennenlernen konnte. Um 18:30 Uhr kamen wir wieder am Collège an.
Am Abend stand der deutsch-französische Abend in der Schulmensa an. Alle Eltern hatten herzhafte oder süße französische Spezialitäten vorbereitet, die wir essen durften. Anschließend gingen wir alle auf den Schulhof und spielten Fußball, Basketball, Fangen usw. oder unterhielten uns einfach. Um ca. 22:00 Uhr war der Abend in der Schule zu Ende und alle gingen nach dem langen Tag müde nach Hause.

Samstag (14. Oktober 2017) und Sonntag (15. Oktober 2017)
Am Wochenende unternahmen wir etwas mit unseren Gastfamilien. Unsere Austauschpartner gaben sich Mühe, dass wir auch am Wochenende deutsche Freunde treffen konnten, indem wir etwas mit einer anderen Gastfamilie unternahmen. Manche gingen zum Beispiel in eine Trampolinhalle, andere besichtigten ein Schloss im Loire-Tal, trafen Freunde der Austauschpartner, spielten Laser-TEK, besuchten das nahgelegene Meer, gingen in eine Eishalle oder in einen Kletterpark. Das Wochenende war insgesamt sehr schön, da man auch die Region um Montreuil-Juigné herum kennenlernen konnte.

Montag, 16. Oktober 2017
Am Montag trafen wir uns wieder am Collège und fuhren mit dem Bus nach Saumur in eine Weinkellerei, wo es eine deutschsprachige Führung gab. Es war spannend zu sehen, wie der Wein hergestellt, gelagert und verpackt wird. Hinterher durften wir auch noch eine Flasche Wein für unsere Eltern kaufen.
Anschließend fuhren wir zu einer internationalen Reitschule in Saumur. Dort gab es eine Führung, bei der uns die Geschichte der Reitschule erklärt wurde. Wir sahen uns die Reithallen, das Außengelände und die Pferdeboxen an. Ein Pferd, so erklärte uns die Führerin, sei sogar bei den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro dabei gewesen. Außerdem erklärte sie uns, dass man sehr gut reiten können müsse, um auf dieser Schule angenommen zu werden.
Um 16:45 Uhr kehrten wir wieder zum Collège zurück.

Dienstag, 17. Oktober 2017
Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus nach Angers zu einem Wandteppich-Museum. Wir besichtigten zehn verschiedene Wandteppiche, die alle zusammen eine Geschichte erzählten, die man nur bei genauem Hinsehen verstand. Anschließend hatten wir noch Freizeit in der Innenstadt von Angers.
Um 13:30 Uhr waren wir wieder am Collège. Am Nachmittag gab es ein deutsch-französisches Sportevent, bei dem wir zusammen mit unseren Austauschpartnern Badminton spielten, was allen sehr viel Spaß machte.


Mittwoch, 18. Oktober 2017
 Am letzten Tag vor der Abreise besuchten wir ein Schiefermuseum in Trélazé. Es wurde uns erklärt, wie die Schieferarbeiter früher arbeiteten und wie sie aus einem Schieferstein eine typische Schieferplatte herstellten. Anschließend durften wir eine Partie ‹‹Boule de fort›› spielen. Das ist ein Spiel, das so ähnlich wie Kegeln oder Bowlen gespielt wird. Ziel ist es, eine weiße Kugel am Ende des Spielfeldes zu treffen. Allerdings benutzt man dazu eine ovale Kugel, deren Richtung unvorhersehbar ist. Wir alle probierten es aus und es war sehr schwer, die Kugel richtig zu rollen und die weiße Kugel zu treffen.
Um 12:00 Uhr kamen wir wieder am Collège an. Am Nachmittag durften wir unternehmen, was wir wollten. Manche unternahmen  noch etwas mit ihrer Gastfamilie, andere trafen sich mit deutschen Freunden oder gingen mit zum Sporttraining der Austauschpartner.
 Am Abend packten wir unsere Koffer, da wir am nächsten Tag  früh abfahren würden.

Donnerstag, 19. Oktober 2017
Am Abreisetag versammelten wir uns alle vor dem Collège. Wir verabschiedeten uns von unseren Austauschpartnern und deren Freunden, die wir in den acht Tagen kennengelernt hatten. Wir winkten ein letztes Mal den Franzosen zu, wie eine Woche zuvor unseren Eltern.
Im Bus war die Stimmung deutlich ruhiger als auf der Hinfahrt. Wir waren zugleich traurig, dass wir Frankreich verlassen mussten, andererseits freuten wir uns auch auf Deutschland, auf unsere Familie und Freunde.
Wir fanden es in Frankreich sehr schön. Alle Franzosen waren immer hilfsbereit und freundlich, auch wenn wir manchmal etwas nicht auf Anhieb verstanden. Die Schüler, die Latein lernen, fanden sich auch super zurecht, da die deutschen und französischen Austauschpartner beim Übersetzen halfen.
Alles in allem konnte man viele neue Erfahrungen sammeln, die es auf jeden Fall Wert sind, nach Montreuil-Juigné gefahren zu sein.


Bericht 2: Linus H.

Als wir am 15. Oktober morgens um ca. 7 Uhr in den Bus stiegen waren alle voller Erwartungen und Vorfreude. Alle Koffer waren verstaut und dann ging es auch schon 1os. Ein letztes Mal Mama und Papa zuwinken dann waren wir auch schon außer Sichtweite. Nach circa 10 Stunden kamen wir dann um 8 Uhr in Montreux-Juigné an und wurden herzlich von unseren Gastfamilien empfangen.

 Am nächsten Morgen sahen wir uns alle wieder und war in der Schule. Wir wurden nochmal persönlich von der Schulleiterin empfangen und es gab sogar extra für uns ein paar Croissants und Orangensaft. Später duften wir noch ins Gemeindehaus und dort uns ebenfalls empfangen lassen. Die Gastfreundschaft ist wirklich unfassbar., denn es wurden extra Plätzchen für uns gebacken. Am Nachmittag ging es dann in die naheliegende Großstadt ,,Angers". Wir wurden in 2 Gruppen aufgeteilt : eine durfte das Schloss von Angers besichtigen die andere durfte sich in der Altstadt frei bewegen. Um ca. 17 kamen wir wieder in Montreuil an. Dann ging es zu unseren Gastfamilien und jeder hatte einen schönen Abend.
Am Freitag sind wir zu einem Freizeitpark namens Futuroscope gefahren. Dort war es eine atemberaubende Atmosphäre, denn die Gebäude waren teilweise unglaublich verrückt. Es gab dort sogar einen Wecker der mit Geruch weckt, faszinierend.

Am nächsten Tag (Samstag) machten wir etwas mit unseren Gastfamilien. Meine Familie und ich sind in eine Trampolinhalle mit Freunden gefahren und davor haben wir fleißig mit einem anderen Austauschschüler Mittag gegessen.

Am Sonntag haben wir ebenfalls was mit unseren Familien gemacht. Ich hatte das Glück das wir in eine Lasertaghalle gegangen sind.

Am Montagmorgen ging es in ein Weinmuseum in Samur, das eine Jahrzehnte lange Geschichte hat. Am Nachmittag durften wir die nationale Reitschule besuchen, in der man sogar studieren kann.

Am Dienstag ging es dann wieder nach Angers, wo wir das Wandteppichmuseum besichtigten. Dann mussten wir auch ein Quiz ausfüllen und der Sieger durfte sich über ,,Pringles" freuen.

Am letzten Tag haben wir vormittags das Schifffahrtmuseum besichtigt und nachmittags den letzten Nachmittag mit unseren Familien verbracht.

Am Donnerstag ging es dann wieder um ca. 7 Uhr in Richtung Deutschland. Es war ein tolles Erlebnis und die Familien waren sehr, sehr nett. '

Danke an die Lehrerinnen, die mitgefahren sind.