Gymnasium ist jetzt Fairtrade-School

Kamen. Die Stadt Kamen gehört bereits seit vergangenem Jahr zu den Fairtrade-Towns. Jetzt hat sich das Städtische Gymnasium Kamen als erste Schule in der Stadt die Auszeichnung Fairtrade-School verdient. Die Urkundenübergabe ist heute im Rahmen einer Feierstunde vor der gesamten Schülerschaft erfolgt.

„Viele Arbeitsgruppen, Teams und Gremien sorgen dafür, dass unsere Schule lebendig ist. Heute möchte ich zwei Gruppen ganz besonders herausstellen. Einmal unsere Schülervertretung und das Fair Trade-Team unserer Schule“, sagte Angelika Remmers bei ihrer Begrüßung. Die Schülervertretung verdiente sich das Lob der Schulleiterin durch die Entwicklung der heute begonnenen Projekttage, die die Mitglieder im Rahmen einer außerschulischen Klausurtagung miteinander geplant haben. „Die Projekttage waren komplett ausgearbeitet und es gab Vorschläge für alle Fachschaften“, zeigte sich Remmers von den Ergebnissen, die die Schüler unter dem Motto „Eine Schule - viele Farben“ zusammengestellt haben, angetan.

Dazu hat sich das Engagement des „Be Fair!“-Teams ausgezahlt, denn das Städtische Gymnasium darf sich nun Fairtrade-School nennen. „Das zeigt, wie vielfältig und engagiert unsere Schule ist“, unterstrich Remmers zufrieden. Lob für die mit den Schülern Antonia Lott, Nicole Niederhaus, Jasmin Kneuper und Yannick Böcker sowie einigen Lehrern und Eltern zusammengestellte Gruppe gab es auch von Bürgermeister Hermann Hupe. „Es geht darum, die Welt besser zu machen und das geht nur in kleinen Schritten“.

Das Stadtoberhaupt berichtete davon, dass im Rathaus und bei den Ratssitzungen fairer Kaffee ausgeschenkt wird. „Die Idee dahinter ist eine gute, denn sie ist eine faire Idee. Fairness bedeutet, dass man sich auf Augenhöhe begegnet und das, was man tut, von Respekt gekennzeichnet ist.“

Jasmin Kneuper und Yannick Böcker schilderten noch einmal den Weg von der Gründung ihres „Be Fair“-Teams bis zur heutigen Auszeichnung. Über anderthalb Jahre lang hat sich die Gruppe dafür eingesetzt, dass das Thema „Fairtrade“ mehr in den Fokus gerückt wird und sich mehr Menschen für faire Arbeits- und Lebensbedingungen in Afrika, Asien und Lateinamerika einsetzen.

Um die Auszeichnung zu erhalten, mussten fünf verschiedene Kriterien erreicht werden: fair gehandelte Produkte sind seit dem jederzeit im Schulkiosk erhältlich, im Unterricht wird der Faire Handel thematisiert und mit den „Fairtrade Activity Games“, einen Fußballturnier mit fairer Verpflegung, bei dem natürlich mit Fairtrade-Bällen gepielt wurde, hat die ganze Schule im Namen des Projektes ein Zeichen gesetzt.

Bevor TransFair-Referent Carsten Elkmann die Auszeichnung überreichte, machte er noch einmal deutlich, dass jeder etwas tun kann. „Man kann seine Einkaufspolitik verändern, in dem man nur noch fair gehandelte Produkte kauft. Mittlerweile gibt es in Deutschland bis zu 3000 Produkte, die fair gehandelt sind.“ Das Gymnasium ist die landesweit die 424. Schule, die sich Fairtrade-School nennen darf. In NRW gibt es nun insgesamt 130 Fairtrade-Schools.

Beim Tag der offenen Tür am kommenden Samstag, 2. Dezember, wird es im Gymnasium wieder einen fair gehandelten Produkten geben. Dazu können Interessenten einige Ergebnisse der Projekttage begutachten.

Christoph Volkmer, KamenWeb.de

https://www.kamen-web.de/index.php/nachrichten/natur-umwelt/16378-gymnasium-ist-jetzt-fairtrade-school.html (29.11.2017)