Teil C - Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

 

Provozierende Sprüche, schlimme Vorurteile und Verachtung wie: "Der Pole hat's geklaut", "Immer diese Türken" und "Der Russe da drüben hat bestimmt Wodka dabei" gibt es bei uns nicht mehr. Wir haben es geschafft und sind eine Schule ohne Rassismus - eine Schule mit Courage geworden. Im Rahmen dieses Projektes wurden die Projekttage kurz vor den Sommerferien 2014 gestaltet.

     Es wurden 32 verschiedene Projekte angeboten, die sich alle mit den Themen Courage und Rassismus beschäftigten. Den Schülerinnen und Schülern wurden andere Kulturen vorgestellt und ihnen wurde gezeigt, was für positive Eigenschaften und tolle Sachen diese "fremden" Kulturen haben. In diesen drei Tagen ist den Schülern noch einmal deutlicher klar geworden, dass diese "fremden" Kulturen doch gar nicht so schlecht sind und es viele schöne Sachen gibt, die viel Spaß machen, wie zum Beispiel Spiele, Tänze und Lieder aus anderen Ländern. Auch haben sich einige mit der Zivilcourage in Kamen beschäftigt, um zu gucken: Wie couragiert ist Kamen? Und was kann noch verbessert werden?

     Die Projekttage wurden erfolgreich absolviert und die Schülerinnen und Schüler haben viel über Courage und Antirassismus gelernt, sodass am Donnerstagmorgen um 9 Uhr die Auszeichnung "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" durch Frau Kahraman-Brust vom Landrat des kommunalen Integrationszentrums Unna verliehen wurde. Anwesend war unsere Patin des Projekts Dinah Pfizenmaier, die trotz der Beteiligung an einem Tennisturnier zu uns gekommen ist.

     Die Auszeichnung ist eine Plakette, die an einer Außenwand der Schule befestigt werden soll.

Autorin: Klara Krantz

Der erste Schritt ist getan - Unsere Schule gegen Rassismus

Plakettenvergabe Stolz versammeln sich die Schüler und Schülerinnen des Städtischen Gymnasiums Kamen auf dem kleinen Schulhof. Alle warten gespannt auf die Übergabe der Urkunde und der Plakette "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".      Nach der Begrüßungsanrede durch den Schulleiter und die Hauptorganisatorin Marie Fuhr betrat die ehemalige Schülerin - und heutiger Tennisprofi - Dinah Pfizenmaier die Bühne. Dinah ist die Patin unseres Projektes und unterstützt uns mit voller Begeisterung. Die letztendliche Vergabe der Plakette erfolgt durch Frau Kahraman-Brust, die sich für die kommunale Integration in unserem Kreis einsetzt.
Interview mit Dinah Pfizenmaier:

Was bedeutet dieses Projekt für Sie?

Dinah: Ich habe im Prinzip gar nicht darüber nachgedacht. Als mich Herr Schröer kontaktiert hat und ich erfahren habe, dass es sich um eine Sache gegen Rassismus handelt, habe ich sofort zugesagt.

Warum haben Sie beschlossen Patin zu werden?

Dinah: Da ich selbst ständig im Ausland bin, finde ich es wichtig integriert zu werden. Auf dem Weg dorthin möchte ich meine ehemalige Schule tatkräftig unterstützen. Auch hier sollen Schüler aus anderen Ländern freundlich aufgenommen werden.

 

Interview mit Marie Fuhr:

Was bedeutet dieses Projekt für Dich?

Marie: Ich fand es wichtig, dass die ganze Schule an einem gemeinsamen Projekt arbeitet. Ich konnte das Projekt durch viel Unterstützung durchführen und hatte viel Spaß dabei.

Warum hast Du die Moderation bei der Crea Courage geleitet?

Marie: Mir macht Moderieren und Organisieren generell Spaß, doch diesmal war es eine besondere Situation für mich, da meine Schule sich auf dem Weg zu einer "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" befand. Außerdem finde ich es interessant, was andere Schulen für Projekte haben.

 

Interview mit Frau Kahraman-Brust:Seit wann engagieren Sie sich für dieses Projekt?

Frau Kahraman-Brust: Das kann ich gar nicht so genau sagen, denn ich war von Anfang an dabei. Damals bin ich durch die Schule meiner Tochter auf das Projekt aufmerksam geworden und habe als aktiver Elternteil mitgewirkt. Kurz danach half mir mein heutiger Beruf, weitere Einblicke in das gesamte Projekt zu erlangen.

Was verändert sich an den Schulen durch dieses Projekt?

Frau Kahraman-Brust: Die Schüler reden nicht nur über Integration, sondern wirken aktiv mit. Schule ohne Rassismus heißt nicht, dass es keinen Rassismus gibt, sondern dass daran ständig gearbeitet wird. Es ist wichtig nicht nur in der Schule Rassismus zu bekämpfen, die Schüler müssen weiterdenken. An eurer Schule war ich besonders begeistert, da ihr ein sehr umfangreiches Programm gestemmt habt.

Was ist Ihr Wunsch für die Zukunft des Projektes?

Frau Kahraman-Brust: Ich hoffe, dass es in der Zukunft immer wieder motivierte Schüler gibt, die sich für das Projekt interessieren.

Von links nach rechts: Thomas Sobala (SV), Klara Krantz (SV, Schülersprecherin), Herr Sändker (SV-Lehrer), Dinah Pfizenmaier (Patin), Herr Gahlen (Schulleiter), Marie Fuhr (Initiatorin), Frau Kahraman-Brust (Koordinationsstelle des Kreises), Herr Schröer (SV-Lehrer)

Autoren: Nina Schulze, Judith Ziel und Marica Tschirbs

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