Stolze Alympioniken 2026
An der diesjährigen Vorrunde der Mathematik-Alympiade haben erneut vier Teams des Städtischen Gymnasiums Kamen teilgenommen. Hierbei wurde eine Aufgabe zur Analyse und Optimierung von Fahrplänen elektrischer Busse bearbeitet, die anschließend eingereicht und von anderen teilnehmenden Schulen ausgewertet wurde.
Unsere Alympioniken sind im oberen Bereich platziert worden – Platz 9 und Platz 20 – von insgesamt 121 Teams, sodass eine Einladung zur Teilnahme am Landesfinale bei QUA-LiS in Soest folgte. Hier nun ein Erfahrungsbericht dieser Gruppe, die beim Landesfinale den vierten Platz erreichte. Herzlichen Glückwunsch dazu an Nele, Hanna und Janina!
Beim Landesfinale der Alympiade haben wir zwei Tage in einem Tagungshaus in Soest verbracht. Insgesamt waren acht Teams dabei, die an Aufgaben zum Nagel-Schreckenberg-Modell gearbeitet haben. Dieses Modell ist ein theoretisches Modell zur Simulation des Straßenverkehrs. Mithilfe einfacher Regeln lassen sich damit Aussagen zur Verkehrsdichte (also wie viele Fahrzeuge sich auf einem Streckenabschnitt befinden) und zum Verkehrsfluss (wie viele Fahrzeuge pro Zeitspanne vorbeifahren) treffen. Besonders bekannt ist das Modell dafür, dass es erstmals den „Stau aus dem Nichts“ als Folge eines zu geringen Sicherheitsabstands erklären konnte.
Parallel dazu haben die Gewinnerinnen und Gewinner des B-Tages an einem Workshop teilgenommen.
Am ersten Tag haben wir uns intensiv mit dem Modell beschäftigt und zur Veranschaulichung selbst eine Simulation durchgeführt. Dabei war jeweils eine Person aus jedem Team ein „Auto“. Mit Würfeln und Karten mit verschiedenen Geschwindigkeitsstufen haben wir den Verkehr Schritt für Schritt simuliert. Anschließend haben wir uns in unseren Teams genauer mit dem Modell auseinandergesetzt und untersucht, welchen Einfluss unterschiedliche Variablen auf den Verkehrsfluss haben.
Am Abend haben wir unsere Ergebnisse in Form einer Empfehlung für die fiktive Stadt Amberhaven präsentiert, die ihre Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen anpassen wollte. Unsere Aufgabe war es, auf Grundlage unserer Berechnungen und Überlegungen eine begründete Empfehlung auszusprechen. Diese haben wir vor einer Jury aus Lehrerinnen, Lehrern sowie Professorinnen und Professoren vorgestellt. Später wurde es etwas lockerer: Beim Spiel „Zwei Lügen, eine Wahrheit“ haben wir die anderen Teams und auch die Jury besser kennengelernt.
Am zweiten Tag folgte eine weitere Arbeitsphase. Wir gestalteten ein Plakat, in dem wir zusätzlich den Einfluss unterschiedlicher Geschwindigkeiten auf die CO₂-Emissionen untersuchten und der Stadt erneut konkrete Empfehlungen gaben. Die fertigen Plakate wurden anschließend in einer Galerie ausgestellt, sodass wir die Lösungsansätze der anderen Teams vergleichen konnten.
Bei der Abschlussveranstaltung wurden außerdem die Ergebnisse des B-Tages präsentiert und die Siegerteams der Alympiade geehrt.
Am Ende haben wir einen 4. Platz erreicht. Wir freuen uns sehr über dieses Ergebnis und nehmen viele neue Erfahrungen aus dem Landesfinale mit.

