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Wenn Gurken Revolutionen beginnen und wie man sich einen Opa schnappt - Projektkurs „Kreatives Schreiben“ meets Kommunales Integrationszentrum Kreis Unna

Seit Beginn des Schuljahres 2025/2026 schreibt und tippt und liest der Projektkurs „Kreatives Schreiben“ am Städtischen Gymnasium Kamen. Jeden Montag. Immer 8./9. Stunde. Immer mit Frau Puschmann, die von Satzanfängen und mitreißenden Dialogen spricht, die Fantasyroman-Landkarten aus Reis gestalten lässt und sogar therapeutisches Schreiben verordnet.

Doch die letzten drei Wochen gab es Zuwachs bei den neun Schülerinnen der Q1. Externer Besuch vom Kommunalen Integrationszentrum Kreis Unna.

Anna-Kathrin Große, pädagogische Mitarbeiterin und ebenfalls Lehrerin, übernahm für drei Termine die Leitung des Kurses und brachte Aspekte zum Thema „Mehrsprachigkeit“ ein. Ein vielfältiges Programm begeisterte die Schülerinnen und auch Frau Puschmann, die selbst die Perspektive wechselte und ebenfalls als „Versuchskaninchen“ mitarbeitete.

Nach einem ersten Kennenlernen gestalteten die Schülerinnen ein „Portrait der Sprachen“, bei dem sie in einen skizzierten menschlichen Umriss ihre „Sprachen“, die sie im Leben begleiten, einzeichnen sollten. Da waren natürlich Muttersprachen und in der Schule gelernte Sprachen, aber auch „Ruhrpott-Deutsch“, „Jugendsprache“ und „Hoch-Valyrisch“.

Beim zweiten Treffen standen Redewendungen und Sprichwörter aus anderen Sprachen im Fokus. Nach Diskussion über das Leben von „Holla“, the woodfairy, versuchten die Teilnehmerinnen des Projektkurses ins Deutsch übersetzte Sprichwörter aus eher unbekannten Sprachen wie zum Beispiel Dänisch zu interpretieren. Noch lustiger wurde es, als diese Sprichwörter in eine kreative Geschichte eingebaut wurden. Die französische Revolution ist nichts gegen eine Horde sich auflehnender Gurken.

Ein Vorgeschmack auf große literarische Werke geben diese Redewendungen vielleicht: „Wer hat auf dein Zuckerbrot gepinkelt?“, „Es weht einen halben Pelikan.“ und „sich einen Opa schnappen“ (nicht das, wonach es aussieht).

Das letzte Treffen begann mit Wortspielereien (ABCDarium und Assoziationskette) und endete mit Schnipselgedichten, welche die Schülerinnen in zwei bis drei unterschiedlichen Sprachen geschrieben, dann zerschnitten und neu zusammengeklebt hatten.

Insgesamt sind während der drei Woche sehr viele tolle Produkte entstanden, von denen einige in Zukunft sicherlich veröffentlicht werden.

Wer also wissen will, was es mit dem Opa auf sich hat oder ob die Gurken-Revolution erfolgreich war, der darf gespannt bleiben.

Der gesamte Projektkurs dankt Frau Große für ihr großartiges Engagement, ihre Kreativität und gute Laune.